Die „sichere Entnahmerate“ je Laufzeit und Aufteilung
Die höchste Entnahme im ersten Jahr, in Prozent des Startvermögens, die in jedem Startjahr bis zum Ende gereicht hätte. Ab dem zweiten Jahr steigt der Betrag mit der Teuerung.
Nach deutscher Steuer
| Aktien / Anleihen | 20 Jahre | 25 Jahre | 30 Jahre | 35 Jahre | 40 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| 100 % / 0 % | 4,0 % | 3,4 % | 3,1 % | 2,9 % | 2,8 % |
| 80 % / 20 % | 4,5 % | 3,7 % | 3,4 % | 3,2 % | 3,1 % |
| 60 % / 40 % | 4,9 % | 4,1 % | 3,7 % | 3,5 % | 3,4 % |
| 40 % / 60 % | 5,2 % | 4,4 % | 4,0 % | 3,7 % | 3,6 % |
| 20 % / 80 % | 5,6 % | 4,6 % | 4,2 % | 3,9 % | 3,7 % |
Vor Steuer
| Aktien / Anleihen | 20 Jahre | 25 Jahre | 30 Jahre | 35 Jahre | 40 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| 100 % / 0 % | 4,1 % | 3,5 % | 3,3 % | 3,1 % | 3,0 % |
| 80 % / 20 % | 4,7 % | 4,0 % | 3,7 % | 3,5 % | 3,4 % |
| 60 % / 40 % | 5,2 % | 4,4 % | 4,1 % | 3,9 % | 3,8 % |
| 40 % / 60 % | 5,6 % | 4,8 % | 4,5 % | 4,2 % | 4,1 % |
| 20 % / 80 % | 6,1 % | 5,2 % | 4,8 % | 4,5 % | 4,3 % |
30 Jahre im Detail
Neben der Rate, die in jedem Startjahr gereicht hätte: die Rate, die in neun von zehn Startjahren gereicht hätte, die Rate des mittleren Startjahres und das Startjahr mit der niedrigsten Rate — nach deutscher Steuer.
| Aktien / Anleihen | In jedem Startjahr, vor Steuer | In jedem Startjahr, nach Steuer | In neun von zehn Startjahren | Mittleres Startjahr (Median) | Knappstes Startjahr |
|---|---|---|---|---|---|
| 100 % / 0 % | 3,3 % | 3,1 % | 4,4 % | 7,0 % | 1961 |
| 80 % / 20 % | 3,7 % | 3,4 % | 4,5 % | 6,9 % | 1961 |
| 60 % / 40 % | 4,1 % | 3,7 % | 4,6 % | 6,7 % | 1961 |
| 40 % / 60 % | 4,5 % | 4,0 % | 4,6 % | 6,2 % | 1961 |
| 20 % / 80 % | 4,8 % | 4,2 % | 4,5 % | 5,8 % | 1961 |
Wie oft hätte eine feste Rate gereicht?
Über 30 Jahre, nach deutscher Steuer: in wie vielen der 40 Startjahre die Entnahme bis zum Ende gereicht hätte.
| Aktien / Anleihen | 3,0 % | 3,5 % | 4,0 % | 4,5 % | 5,0 % |
|---|---|---|---|---|---|
| 100 % / 0 % | 40 von 40 | 39 von 40 | 37 von 40 | 33 von 40 | 31 von 40 |
| 80 % / 20 % | 40 von 40 | 39 von 40 | 38 von 40 | 36 von 40 | 31 von 40 |
| 60 % / 40 % | 40 von 40 | 40 von 40 | 38 von 40 | 36 von 40 | 31 von 40 |
| 40 % / 60 % | 40 von 40 | 40 von 40 | 39 von 40 | 37 von 40 | 31 von 40 |
| 20 % / 80 % | 40 von 40 | 40 von 40 | 40 von 40 | 34 von 40 | 30 von 40 |
So wurde gerechnet
Daten: deutsche Aktien als Gesamtrendite mit wieder angelegten Dividenden aus einer wissenschaftlichen Datenreihe (1954 bis 2013), danach die Renditen eines DAX-ETF. Zehnjährige deutsche Staatsanleihen aus den Renditen einer Statistikstelle, gerechnet als Anleihe mit festem Kupon. Teuerung nach den Verbraucherpreisindizes von Statistikstellen. Gemeinsamer Zeitraum: Juni 1956 bis September 2026.
Rechnung: Für jedes Startjahr läuft ab Januar die echte Abfolge der Monate. Entnommen wird jeden Monat ein fester Betrag, der jedes Jahr um die Teuerung dieses Verlaufs steigt; einmal im Jahr wird auf die Zielaufteilung zurückgeschichtet. Gesucht ist der höchste Betrag, der bis zum Ende gereicht hätte — die „sichere Entnahmerate“ ist der kleinste davon über alle Startjahre. Gerechnet mit demselben Kern wie die Monte-Carlo-Simulation im Rechenweg „Echte Startjahre“.
Steuer: Abgeltungsteuer mit Solidaritätszuschlag von 26,38 %, ohne Kirchensteuer; Teilfreistellung von 30 % auf den Aktienanteil; Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € im Jahr; Vorabpauschale mit dem Basiszins 3,2 % (2026). Die Entnahmen sind netto: Verkauft wird so viel, dass nach Steuer der Betrag ankommt. Startvermögen: 500.000 €.
Grenzen der Studie
- Ein Land: Deutsche Aktien und Anleihen haben sich anders entwickelt als ein weltweit gestreutes Depot. Mit einem weltweiten Depot wären die Raten andere gewesen.
- Heutiges Steuerrecht für alle Jahre: Die Abgeltungsteuer gibt es seit 2009, Teilfreistellung und Vorabpauschale seit 2018 — gerechnet ist, als hätten sie immer gegolten. Umschichtungen beim jährlichen Rebalancing sind ohne Steuer gerechnet.
- Keine Kosten: Depot- und Fondskosten sind nicht abgezogen; mit Kosten wären die Raten niedriger.
- Die Aktienrenditen von 1977 bis 2000 enthalten die damalige Körperschaftsteuergutschrift (rund 1,4 Prozentpunkte im Jahr); die Anleiherenditen vor 1972 beruhen vermutlich auf der Umlaufsrendite.
- Ein Rückblick, keine Prognose: Die Zahlen zeigen, was in der Vergangenheit gereicht hätte — nicht, ob eine Rate künftig reicht.
Daten zum Herunterladen
Die Rate jedes Startjahres für alle Aufteilungen und Laufzeiten, vor und nach Steuer, als CSV-Datei. Die Ergebnisse stehen unter der Lizenz CC BY 4.0: Du darfst sie mit Quellenangabe frei verwenden.
Zitiervorschlag: Paperball Finance (2026): „Sichere Entnahmerate“ für Anleger in Euro — nach deutscher Steuer, Stand 25.10.2026, https://www.paperball.finance/de/deutsch/research/safe-withdrawal-rate
Fragen zur „sicheren Entnahmerate“
Was ist die „sichere Entnahmerate“?
Der Anteil des Startvermögens, den du im ersten Jahr hättest entnehmen können — danach jedes Jahr um die Teuerung angehoben —, ohne dass das Depot vor dem Ende leer gewesen wäre. „Sicher“ heißt hier: in jedem Startjahr der Vergangenheit, nicht für die Zukunft garantiert.
Gilt die 4-Prozent-Regel auch für Anleger in Euro?
Die Regel stammt aus US-Daten über 30 Jahre ohne Steuer. Mit 60 % deutschen Aktien und 40 % Staatsanleihen hätten 4,0 % über 30 Jahre nach deutscher Steuer in 38 von 40 Startjahren gereicht; in jedem Startjahr hätte es mit 3,7 % gereicht.
Wie stark senkt die Steuer die Entnahmerate?
Je nach Aufteilung und Laufzeit um 3 % bis 14 % ihres Werts. Besteuert werden Gewinne beim Verkauf und die Vorabpauschale; der Sparer-Pauschbetrag mildert das, bei kleinerem Vermögen stärker.
Wie oft wird die Studie aktualisiert?
Einmal im Jahr, im Januar, wenn das Vorjahr vollständig in den Daten steht. Mit jedem Jahr kommt je Laufzeit ein Startjahr dazu.